Wakenitz-Verkrautung: Schnelle Lösungen statt jahrelangem Abwarten
Angesichts der anhaltenden Diskussionen zur zunehmenden Verkrautung der Wakenitz dringt die FDP-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft auf zügige und unbürokratische Maßnahmen. Aus Sicht der Freien Demokraten dürfen langfristige Konzepte zur Nährstoffreduktion nicht als Begründung dienen, akute Gefahren und Einschränkungen für Sport, Schifffahrt und Naturbäder auf die lange Bank zu schieben. Dass es für die Praxis nun greifbare Perspektiven gibt, ist maßgeblich auf Initiativen zurückzuführen, die die FDP gemeinsam mit CDU und Grünen in der Bürgerschaft durchgesetzt hat.
Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP in der Lübecker Bürgerschaft, Thorsten Fürter:
„Die dramatische Situation auf der Wakenitz ist hinlänglich bekannt: Bootsantriebe gehen kaputt, Naturbäder kämpfen mit enormem Eigenaufwand gegen Schlingpflanzen und dramatische Einsätze haben schmerzhaft vor Augen geführt, dass der dichte Pflanzenwuchs sogar Rettungsarbeiten behindert und zur handfesten Sicherheitsgefahr werden kann. Was die Menschen vor Ort jetzt erwarten, ist keine endlose Problembeschreibung, sondern entschlossenes Handeln.
Die Haltung, man könne sich ausschließlich auf langfristige Sanierungsschritte und Ursachenforschung an den Zuflüssen zurückziehen, greift zu kurz. Ein gesundes Ökosystem braucht einen langen Atem – aber unsere Vereine, die Fahrgastschifffahrt und die vielen Erholungssuchenden brauchen schon für die anstehende Saison im kommenden Jahr verlässliche Bedingungen. Wer rein auf jahrelange Konzepte vertröstet, löst die akuten Probleme nicht, sondern riskiert, dass Naherholung und Traditionssport auf der Wakenitz dauerhaft erstickt werden.
Wir als FDP haben deshalb gemeinsam mit CDU und Grünen dafür gesorgt, dass die Bürgerschaft konkrete Mittel freigegeben hat: Neben Soforthilfen für die Naturbäder steht mit 200.000 Euro das nötige Budget bereit, um einen Pilotversuch zur großflächigen Entkrautung zügig auf den Weg zu bringen. Das Geld ist da – jetzt liegt der Ball im Feld des Bürgermeisters. Wir erwarten, dass die Verwaltung das Projekt für die kommende Saison mit Hochdruck vorbereitet und Genehmigungen pragmatisch erteilt, statt sich hinter Bedenken zu verschanzen.“