Preisexplosion bei Klappschuten: FDP-Fraktion kritisiert mangelnde Kontrolle und Kommunikation

Die Kosten für den Bau von zwei Klappschuten in Lübeck sind außer Kontrolle geraten. Ursprünglich im Jahr 2021 mit einem Budget von 1.050.000 Euro veranschlagt, mussten bereits 2022 zusätzliche 705.000 Euro bewilligt werden. Im Oktober 2024 wurde bekannt, dass weitere 720.000 Euro benötigt werden. Damit belaufen sich die Gesamtkosten auf mehr als das Doppelte der ursprünglichen Schätzung.
Der baupolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Dan Teschner, äußert sich kritisch zu den Vorgängen: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum der zuständige Ausschuss erst vier Monate nach der Feststellung der zusätzlichen Kosten informiert wurde. Ebenso unverständlich ist der erneute Preisnachschlag. Die Schuten sollen jetzt mehr als doppelt so viel kosten wie ursprünglich veranschlagt.“
Teschner zieht Parallelen zu anderen städtischen Projekten, wie der Priwallfähre, und stellt fest: „Es zeigt sich – wie bei der Priwallfähre – dass Lübeck wohl kein Schiff mehr kann. Die städtische Verwaltung muss dringend ihre Prozesse überprüfen und verbessern.“
Die FDP-Fraktion empfiehlt der Verwaltung, mehr Kontrolle bei der Vergabe von Aufträgen walten zu lassen und die Verantwortung für die Ausgaben stärker im Blick zu behalten. „Es ist unerlässlich, dass die Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger verantwortungsbewusst und transparent eingesetzt werden. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so Teschner abschließend.