Neues Umweltbildungszentrum auf Eis gelegt – FDP begrüßt Kurskorrektur
Der Kampf um die knappen Investitionsmittel der Hansestadt Lübeck verschärft sich. Auf Anfrage der FDP-Fraktion hat die Verwaltung nun für die nächste Sitzung des Hauptausschusses eine Liste von Projekten vorgelegt, die aufgrund des engen Kreditrahmens vorerst nicht weiterverfolgt werden können. Prominentestes Beispiel: Die Sanierung des Museums für Natur und Umwelt. Die FDP, die bereits frühzeitig einen Stopp eines neuen Umweltbildungszentrums angemahnt hatte, sieht sich in ihrer Forderung bestätigt.
Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP, Thorsten Fürter:
„Wenn das Geld in der Stadtkasse knapp ist, müssen die Träume notgedrungen kleiner werden. Wir haben in der Bürgerschaft bereits mutige Entscheidungen getroffen: Wir bauen keine neue Straßenbahn, wir verzichten auf den Ausbau des Dachgeschosses der OzD und wir haben den Erwerb des Grass-Anwesens in Behlendorf – entgegen dem ursprünglichen Plan von Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) – gestoppt.
Der Verzicht auf die Sanierung des Museums für Natur und Umwelt führt uns erneut die harte Realität der klammen Kassen vor Augen. Aus Sicht der FDP gibt es zur strikten Prioritätensetzung keine vernünftige Alternative. Unsere Herkulesaufgaben für die kommenden Jahre liegen klar definiert in der Sanierung maroder Schulgebäude, der Instandsetzung unserer Brücken und den notwendigen Investitionen in die Wärmenetze.
Alle Projekte, die in einer Zeit von Nullzinsen und sprudelnden Steuereinnahmen auf den Weg gebracht wurden, gehören jetzt konsequent auf den Prüfstand. Wir können uns in Lübeck nur noch das leisten, was für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt zwingend notwendig ist. Der aufwändige Umbau des Museums für Natur und Umwelt zu einem Umweltbildungszentrum gehört bei der aktuellen Haushaltslage schlicht nicht dazu. Es ist Zeit für einen neuen Realismus im Rathaus“.