FDP Kreisverband Hansestadt Lübeck

Liberaler Klimaschutz statt Klimastreik

Kapitalismuskritik und der Kampf gegen die soziale Marktwirtschaft sind keine Lösungen gegen den Klimawandel

Diesen Freitag steht auch Lübeck im Zeichen des „Klimastreiks“ und der Demonstrationen zur Klimarettung. Es sind aber auch Demonstrationen und Blockaden angekündigt, deren Teilnehmer zum Teil ganz andere Ziele verfolgen. „Dabei muss jedem klar sein, dass Kapitalismuskritik und der Kampf gegen die soziale Marktwirtschaft keine Lösungen gegen den Klimawandel sind“, kritisiert der Kreisvorsitzende der Lübecker FDP Daniel Kerlin.

Um zu sehen, dass staatliche Versuche sich wirtschaftlich zu engagieren ein Irrweg sind, muss man nur auf Projekte wie den Flughafen Berlin/Brandenburg schauen. Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass eine staatlich gesteuerte Energiewende samt notwendigen Netzausbaus gescheitert ist. Diese hat uns dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die weltweit höchsten CO2 Vermeidungskosten gebracht, aber gleichzeitig keine nennenswerte Reduzierung der Treibhausgasemissionen.

Ebenfalls zeigt sich, dass ein Kulturkampf gegen das Auto und den Individualverkehr das Land weiter spaltet und Menschen, insbesondere Bewohner von ländlichen Gegenden, in die Arme von Populisten treibt. Hier haben einige urbane Eliten den Bezug zur Lebenswirklichkeit der Menschen verloren.

Fehlende Technologieoffenheit und Forderungen nach dem Ende des Verbrennungsmotors ignorieren dabei die Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen und weiteren alternativen Antriebstechnologien wie der Brennstoffzelle.

Die FDP Lübeck begrüßt, dass auf unsere Initiative jetzt ein Betreiber für eine Wasserstofftankstelle in Lübeck gesucht wird, um die für die klimaneutrale Mobilität notwendige Infrastruktur bereitstellen zu können“, so Daniel Kerlin

Der Europäische Emissionshandel auf dem Energiemarkt zeigt aktuell, dass dieser zu einer deutlichen Reduktion von Treibhausgasemissionen führt. Daher wollen wir Freie Demokraten auch eine Ausweitung des Emissionshandels auf andere Wirtschaftssektoren wie Wärme und Mobilität, um auch dort Emissionen zu reduzieren. Im Gegensatz zu einer CO2 Steuer ist der Zertifikatehandel - auch wissenschaftlich bestätigt - das einzige Instrument, dass die Klimaziele von Paris wirksam, kostengünstig und zielgerichtet erreichen kann. Außerdem darf die Entwicklung der CO2 Abscheidung und Speicherung nicht weiter tabuisiert werden und CO2 Senken, wie Wälder und Moore, müssen optimal genutzt werden, um Treibhausgase zu binden.

Ideologische Besserwisserei und falsche Öko-Radikalität gefährden dabei die Grundlagen unseres Wohlstandes. Nur durch Forschung, Innovation und Investitionen schaffen wir es Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten und wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz umzusetzen.

Einzig wenn dieses Zusammenspiel gelingt können wir weltweit ein Vorbild werden. Sonst sind wir durch Alleingänge ein abschreckendes Beispiel für andere Länder und können uns abstrampeln wie wir wollen, ohne wirksame Effekte für das Klima zu erreichen“, so Kerlin

"Mehr Nüchternheit, Sachlichkeit und Vernunft tun der Diskussion um den Klimaschutz gut“, erklärt Daniel Kerlin abschließend.