Die FDP-Fraktion begrüßt die Verbesserungen im ÖPNV für Kücknitz und Travemünde – fordert aber verlässliche Innenstadtanbindung zur Weihnachtszeit
Dan Teschner
Die FDP-Fraktion sieht in den vorgestellten Anpassungen des Busverkehrs im Korridor Lübeck – Kücknitz – Travemünde einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Mobilität im Lübecker Norden. Nachdem auf der Stadtteilkonferenz in Kücknitz erneut deutlich geworden war, dass die ÖPNV-Anbindung für viele Bürgerinnen und Bürger eines der drängendsten Probleme bleibt, zeigen die nun geplanten Maßnahmen, dass die Anliegen der Menschen ernst genommen werden.
Hierzu erklärt der baupolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Dan Teschner:
„Die Rückmeldungen aus Kücknitz haben klar gezeigt, wo Verbesserungsbedarf besteht: überfüllte Busse, unzureichende Anschlüsse und fehlende Direktverbindungen belasten den Alltag vieler Menschen. Umso wichtiger ist es, dass nun konkrete Optimierungen auf den Weg gebracht werden.
Positiv bewerten wir die geplante Verlängerung der Linie 50 bis nach Travemünde, die zusätzliche Direktverbindungen schafft und gleichzeitig die stark ausgelasteten Linien 30 und 40 entlastet. Auch die vorgesehenen Verbesserungen am Wochenende, dichtere Taktungen sowie die bessere Anbindung des ehemaligen Pommernzentrums sind wichtige Signale für mehr Mobilität und Lebensqualität im Stadtteil.
Die FDP-Fraktion begrüßt ausdrücklich, dass die Stadt gemeinsam mit dem ÖPNV-Aufgabenträger und SWL Mobil auf die ersten Erfahrungen nach dem Fahrplanwechsel 2025 reagiert und das Angebot weiterentwickelt. Insbesondere die stärkere Verbindung zwischen Kücknitz, Travemünde und der Innenstadt sei ein entscheidender Beitrag zur Daseinsvorsorge und zur Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs.
Gleichzeitig sehen wir weiterhin Handlungsbedarf bei der Erreichbarkeit der Innenstadt während der Weihnachtszeit. Dass die Buslinien aufgrund des Sicherheitskonzepts für den Weihnachtsmarkt auch Ende 2026 weiterhin nicht durch die Beckergrube fahren können, bewerten wir kritisch.
Gerade in der Vorweihnachtszeit sind viele Menschen auf eine direkte und verlässliche Verbindung in die Innenstadt angewiesen – sei es für den Einkauf, den Arbeitsweg oder kulturelle Angebote. Auch die ansässigen Geschäftsinhaber der Beckergrube hätten das Vorweihnachtsgeschäft mehr als verdient gehabt. Die weiterhin notwendige Umleitung führt zu längeren Fahrzeiten und zusätzlichen Belastungen für Kaufwillige und Fahrgäste. Hier braucht es langfristig tragfähige Lösungen, die Sicherheit und Erreichbarkeit gleichermaßen gewährleisten.
Die FDP-Fraktion unterstützt daher die geplanten Verbesserungen ausdrücklich, mahnt aber zugleich an, die Leistungsfähigkeit des innerstädtischen Busverkehrs insbesondere in den stark frequentierten Wintermonaten dauerhaft sicherzustellen.
Mobilität bedeutet Teilhabe. Wer auf Bus und Bahn angewiesen ist, muss sich auf verlässliche Verbindungen verlassen können – unabhängig vom Alter oder Wohnort. Die jetzt geplanten Anpassungen gehen in die richtige Richtung und zeigen, dass konstruktive Kritik aus der Bevölkerung Wirkung entfalten kann“, so Teschner.